Lebensphasen - Das Buch Deines Lebens

Schreibe das Buch Deines Lebens

Wenn du alle Lebensphasen Deines Lebens aneinanderreihst, dann blickst du auf deine eigene persönliche und selbstgeschriebene Geschichte.

Stell dir nun einmal diese Geschichte als Buch vor, wie liest es sich? Liest du ein Buch voller Romantik und Liebe oder vielleicht eine riesen Erfolgsgeschichte? Findest Du Dich in einem Werk aufregender Abenteuer wieder oder langweilt dich dieses Buch mit seiner eintönigen Geschichte. Vielleicht hat das Buch super angefangen, jedoch wird es von Kapitel zu Kapitel wird es mühseliger und langweiliger?

Fesselt Dich Dein Buch, weil es immer wieder neue Fantasien in dir weckt oder macht es dich traurig, weil der Inhalt des Buches nicht das wiedergibt, was du dir insgeheim erhofft hast? Wie hat sich die Hauptperson von Kapitel 1 bis zum aktuellen Kapitel entwickelt? Wie schafft es dieser Charakter, mit negativen Situationen umzugehen und welche Lerneffekte erzielt dieser daraus. Wird seine Persönlichkeit durch negative Ereignisse in seinem Leben stärker oder lässt er los und übergibt sich dem Schicksal.

Wäre es nicht wundervoll, wenn wir alle am Ende unseres Lebens auf ein Werk zurückblicken könnten, dass uns mit Freude, Stolz und Liebe . . . erfüllt hat?!

Um dieses erstrebenswerte Werk schreiben zu können, benötigen wir allerdings eine naturelle Anleitung, die uns in dieser konditionierten Welt im Normalfall leider nicht mit auf dem Weg gegeben wurde. Eine Anleitung, wie wir uns aus unserem Alltagstrott befreien können um somit Raum und Platz zu schaffen, neue wundervolle Kapitel des Lebens schreiben zu können…

Wir sollten lernen, wie wir schlechte Angewohnheiten (z.B. Wutanfälle, Eifersucht, Unordnung,…) ändern können und müssen uns diesbezüglich über die inneren Abläufe in unserem Körper bewusst werden,  dass diese Vorgänge alle mit Nervenverbindungen und Botenstoffen zu tun haben. Im Allgemeinen müssen wir ein größeres Verständnis zu unserem Körper und vor allem ein intensiveres Bewusstsein zu unserem Umfeld und unseren Lebensphasen herstellen.

Apropos Bewusstsein. Wenn du Dein eigenes Buch des Lebens schreibst und über Dein eigenes Lebens einmal nach sinnst, bekommst du automatisch ein größeres Verständnis für Deine Lebensphasen und deren Zusammenhänge. Wir befinden uns permanent (von Kleinauf) in den unterschiedlichsten Entwicklungsebenen. Von Lebensphase zu Lebensphase erwarten uns neue Erfahrungen und Erkenntnisse, welche uns als Persönlichkeit geistig weiter wachsen lassen und um das neue Wissen in die nächste Lebensphase zu integrieren.

Die Schwierigkeiten hierbei sind jedoch, dass wir zuwenig Bewusstsein für uns selbst und unser Umfeld aufgebaut haben und auch den Faktor Zeit völlig falsch in unserem Leben integriert haben.

 Stell Dir vor, du wirst 90 Jahre alt und jedes gelebte Jahr steht stellvertretend für ein Kapitel.

Wenn Du nun beispielsweise um das 40. Lebensjahr (40. Kapitel) einen schweren Verlust hinnehmen musstest, (Ende einer Beziehung, Verlust eines Arbeitsplatzes oder vielleicht ein Todesfall in der Familie), dann ist Dein Schmerz zu dieser Zeit unerträglich für Dich. Eventuell stürzt Du in eine tiefe Depression und siehst kaum noch Zukunftsperspektiven.

Wie aber fühlst sich der Schmerz an, wenn du Kapitel 70 aufschlägst, also 30 Jahre später?!

Genauso? Oder hat sich vielleicht Dein Leben verändert? Hast Du den Schmerz verarbeitet und hast Du vielleicht noch einmal zu einem neuen Glück gefunden? Hat Dich der damalige Verlust weiterentwickelt oder war es eventuell sogar ein Glück für Dich?

Wenn wir tief in einer Krise stecken, wissen wir häufig nicht mehr ein noch aus. Wir verrennen uns in unser Unglück und in den Gedanken, wie unfair diese Welt doch ist. Aber wie fühlen wir uns Jahre später nach diesem Ereignis? Ein Sprichwort besagt: Die Zeit heilt alle Wunden! Auch, wenn manche Menschen diesem Spruch nicht viel abgewinnen können, spricht er wahre Worte.

Wie bei einer Wunde verbleibt eine Narbe, welche nicht mehr schwinden wird, der Schmerz jedoch hat sich verändert. Wir fühlen nicht mehr so intensiv wie damals und haben gelernt, mit diesem Schmerz zu leben. Die Frage an dieser Stelle lautet: Wie gehen wir mit diesem Schmerz um?

Wenn wir mit 70 Jahren auf die letzten 30 Jahre zurückblicken, wird sich vieles verändert haben. Rückwirkend wird uns diese Zeit natürlich nicht mehr so intensiv und langatmig vorkommen, wie wir es damals empfunden haben. Der Schmerz wird anders, die Narbe bleibt.

Wenn wir eine entsprechende Geisteshaltung entwickeln könnten, dass auch negative Zeiten zwangsläufig in unserem Leben einkehren werden und diese auch in Hinsicht auf unsere eigene Geschichte - unser eigenes Buch des Lebens annehmen und akzeptieren könnten - dann könnten wir lernen, diese schwierigen und schmerzhaften Phasen erträglicher zu gestalten.

 

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