Lebensphasen - Gewohnheiten

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Gewohnheiten

Habt Ihr schon einmal darüber nachgedacht, wie euer Körper Handlungen ausführt oder sich Gewohnheiten aneignet und wie wir diese wieder ändern können?

Warum können wir nach einem gewissen Training Autofahren, ohne bewusst nachzudenken, wie wir „kuppeln“ müssen oder was geschieht in unserem Körper, wenn wir einfach nach einer Tasse greifen wollen? Und wie kann es sein, dass wir uns mentale Gewohnheiten (Ordnung – Unordnung, Treue – Eifersucht, Geiz – Verschwendung, …) aufbauen, die wir immer wieder automatisch abrufen, ohne darüber nachzudenken?!

Die Antwort in Stichworten:

- Sinneswahrnehmung über Sehkraft, Geruch, Berührung, Geschmack oder Akustik
- Impulse im Gehirn in Form von „Elektrizität – Geistesblitze“
- Nerven (Neuronen) werden stimuliert
- Es bilden sich neuronale Netzwerke, die gemeinsam agieren
- Fortsetzung nach dem Beispiel
- Nach der Stimulation der Nerven und neuronalen Netzwerke schüttet unser Gehirn über die Amygdala Botenstoffe aus (z.B. Adrenalin, Dopamin oder Melatonin)
- Diese Botenstoffe gelangen über unser Rückenmark in unseren Körper…
- … und vermitteln uns unsere Gefühle, wie wir uns in diesem Moment tatsächlich fühlen
- Auf diesem Weg (neuronale Netzwerke und Botenstoffe) speichert unser Körper unsere Erinnerungen und veranlasst uns so zu verhalten, wie wir uns in solchen Momenten verhalten

Beispiel:

Jemand erschreckt sich zum ersten Mal vor einer Spinne und empfindet Angst oder Ekel. Wir nehmen die Spinne über unser Auge wahr, Impulse im Gehirn werden durch bereits ähnliche Erfahrungen ausgelöst (Angst vor Tieren, Ekel vor Haaren oder Schockmomente in der Vergangenheit) und verschiedene Neuronen lernen in diesem Moment, sich mit einander zu verbinden. Unser Gehirn signalisiert beim Anblick der Spinne eine Gefahr oder Ekel.

Prompt schüttet es über die Amygdala Botenstoffe in unseren Körper und wir erhalten ein Gefühl. Uns wird Heiß und Kalt oder wir erstarren beim Anblick der Spinne, vielleicht richten sich unsere Nackenhaare auf und wir verziehen das Gesicht. Unser Körper ist angespannt und verkrampft unter Umständen. Auf dem Empfang der Sinneswahrnehmung erhalten wir eine Reaktion unseres Körpers in Form von Gefühlen und Emotionen.

Macht jemand immer wieder dieselbe Erfahrung (z.B. wenn die Eltern über Jahre hinweg immer wieder kritisieren, man solle gefälligst Ordnung halten), so verstärken sich diese neuronalen Netzwerke und formen unsere „An–gewohnheiten“, die wir ohne nachzudenken abrufen. Auch hier ist es so, dass durch häufige Wiederholungen (Ordnungskritik der Eltern) immer wieder dieselben Botenstoffe durch unseren Körper fließen und wir Gewohnheiten aufbauen. Je nachdem welche Gefühle wir dann in der Kindheit aufgebaut haben, sind wir später im erwachsenen Leben entweder überaus penibel oder unordentlich strukturiert.

Dieses o.a. Beispiel ist oberflächlich und einfach betrachtet und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es soll nur auf simple Art und Weise darstellen, wie unser Gehirn und unser Körper „innerlich“ funktionieren und welche Gewohnheiten und Folgen daraus entstehen.

Wenn wir technisch nicht wissen und daher auch nicht verstehen können, wie unser Denken und Handeln funktioniert und wie Gewohnheiten aufgebaut werden, wie wollen wir uns dann positiv verändern oder eine schwierige Lebensphase, wie eine Trauerphase, bewusst wahrnehmen und mit dieser umgehen?

Bei jedem Spiel müssen wir zunächst die Spielregeln studieren, um das Spiel zu spielen und im besten Fall daraus zu lernen und zu gewinnen!

Lebensphasen verstehen lernen …

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